>Öko-Modellhaus Achberg<

Leitung; Dipl.-Ing. Paulus Johannes Lehmann


PaulusJohannesLehmann_006.JPG 1136x1532Nachdem ich - mangels besseren Wissens - all die üblichen baubiologischen Fehler beim Bau meines ersten Hauses zugelassen habe, wuchs Anfang der 80er Jahre langsam aber sicher die Erkenntnis, dass es praktisch schon für jeden Bedarf eine sinnvollere, baubiologisch stimmigere und ökologisch vertretbarere Alternative gibt. Von dem deutschen Institut für Baubiologie und Ökologie in Neubeuern (Leiter: Prof. Dr. Anton Schneider, www.baubiologie.de) war damals schon ein fundiertes Grundlagenwissen und viele praktische Erfahrungen abrufbar, das mir bei meiner Neuorientierung wertvolle Erfahrungshinweise vermittelte.

Unter dem Motto:

>Ökologisch denken,
biologisch bauen,
einfach und sinnvoll leben<


Öko Haus …begann wir 1984 in Achberg bei Lindau/Bodensee dieses >Öko-Modellhaus-Projekt< und ahnte damals noch nicht, dass - über die absichtsvoll gemächliche Bauzeit von rund 22 Jahren - sich so viele freiwillige Helfer dafür interessieren und praktisch mitarbeiten würden.
Folgende Kriterien entwickelten sich im Verlauf dieser relativ langen Bauzeit und wurden, soweit irgend machbar, auch konsequent umgesetzt:




  1. Preiswert, gesund und ökologisch bauen und sinnvoll leben!
    • Junge Familien mit Kindern und einem Alleinverdiener sind - ohne Erbschaft - kaum noch in der Lage die Grundstückspreise zu bezahlen und dann noch menschenwürdig zu bauen. Hier müssten die politischen und kirchlichen Gemeinden mit beachtlichem Grundbesitz viel stärker aus sozialen Gründen beispielsweise Grundstücke auf "Erbpacht" zur Verfügung stellen.
    • Durch hohe Eigenleistungen - die im ökologischen Lehmbau in höherem Maße möglich sind, als bei herkömmlichen Bauweisen - sind hier enorme Einsparungen möglich und es können auch halbwüchsige Kinder bereits praktisch mitarbeiten und wertvolle Selbsterfahrungen sammeln.
    • Durch solche Eigenleistungen und die Wiederverwendung wertvollen Recyclingmaterials konnte bei unserem Ökohaus rund ein Drittel der sonst üblichen Baukosten eingespart werden.


  2. Kein wertvolles Trinkwasser verschmutzen und verschwenden!
    • Es ist für intelligente und wissende Menschen unverantwortlich rund ein Drittel des wertvollen Trinkwassers - das mehr und mehr auch wissenschaftlich als >feinstoffliches Medium mit Erinnerungsvermögen...< (vgl. Prof. Emoto/Japan) erkannt wird - gedankenlos durch die Kloschüssel zu jagen.
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    • toiletteNeben dieser grandiosen Verschwendung, spielt die Trinkwasserverschmutzung durch Medikamente eine zunehmende tragische Rolle. Allen voran ist es die "Antibabypille", deren Hormone inzwischen alle Kläranlagen, Bäche, Flüsse und Ozeane feinstofflich-informell verseuchen. Die Folge: Mehr und mehr Tiefseefische können sich nicht mehr vermehren und rund 20 % der deutschen Männer sollen (lt. Statistischem Bundesamt - Stand: 2002) inzwischen unfruchtbar sein (vor 20 Jahren waren es 8 %).
    • Wir haben inzwischen fünf international verbreitete >Trocken-Kompost-Toiletten< getestet, die Ergebnisse wissenschaftlich untersuchen lassen (mit besten Bewertungen!) und einen sechsten, optimierten Typ (die "Eimer-in-Eimer"-Version) - insbesondere für Stadtwohnungen, Campingwagen, Berghütten usw. - entwickelt, die (inzwischen patentiert) aus heimischem Holz hergestellt wird und im Ökohaus zu den üblichen >Ökohaus-Führungen< zu sehen ist und gerne getestet werden kann.


  3. Energienutzung von der Sonne und nachwachsenden Rohstoffen!
    • sonnenofenEs ist nicht zu verantworten, weiterhin gewohnheitsmäßig und gedankenlos unwiederbringliche Ressourcen wie Öl, Gas und Kohle zu verheizen, weil diese für andere, wertvolleere und sinngebendere Nutzungen unentbehrlich sind.
    • Wir nutzen deshalb, sobald die Sonne scheint, diese zum Kochen und Garen, zur Warmwasserbereitung und zum Trocknen.
    • An zweiter Stelle werden nachwachsende Rohstoffe - bei uns im Ökohaus eben Holz (Schwachholz und neuerdings Abbruchholz) - für die zwei Öfen (im Heizkessel für die Gesamthausheizung + Lehmgrundofen) und die beiden Lehm-Herde eingesetzt.
    • Das Ökohaus kann in sonnenstarken Zeiten ganz mit Sonnenstrom beleuchtet und die Schwachstromgeräte können mit 24 V Gleichstrom betrieben werden.
    • Bei sonnenarmen Phasen wird nur punktuell Wechselstrom eingesetzt, der hier am Bodensee zu 70% aus Wasserkraft erzeugt wird. Außerdem sind wir dem >grünen< Stromnetz von "Schönau" angeschlossen.


  4. Das alternative Fortbewegungs-Konzept!
    • Barfuß gehen ist das Natürlichste und Beste! Am gesündesten und umweltverträglichsten ist gewiss der natürliche Gang zu Fuß, mit leicht einwärts gerichteten Fußspitzen, Hüftschwung und barfuss! Nahezu alle Olympiasieger haben damit gewonnen! Die so genannte "MBT"-Schuhtechnik (der angeblichen Massai-Barfuß-Technik", wobei die Massai gar keine Schuhe tragen) und das Gehen mit Stöcken ist eine unnatürliche Abart d. h. etwas für Behinderte! Mit den Armen sollte man dabei über die Körpermitte hin und her pendeln - das koordinierte die beiden Gehirnhälften spielerisch, aber wirkungsvoll! Es ist jedoch besser, notfalls mit Stöcken zu gehen als gar nicht!
    • Danach kommt das Fahrradfahren - das durch die geraden bzw. linearen Beinbewegungen (ohne Armbewegungen) gesundheitlich lange nicht so effektiv sein kann wie das vorerwähnte schwungvolle Gehen! Wir planen einen 24-Volt-Aufsattel-Akku zur Unterstützung

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      beim treten ausbrobieren, weil wir in einem sehr hügeligen Gelände wohnen und für 70-jährige das manchaml doch recht mühsam werden kann, haben wir seit Sommer 2008 zwei leicht laufende Elektrofahrräder in Betrieb, mit denen wir über Berg und Tal fahren können. Die Nachladung erfolgt über 230 V Wechselstrom. Durch einen Wechselrichter könnte auch zur sonnenstarken Zeit unser Solarstrom genutzt werden…
    • Dann folgte bei uns der Elektroroller, der mit 48 V auch mit Solarstrom betankt werden kann und pro 100 km nur rund 2 € Stromkosten verursacht, zu zweit und mit Führerschein "M" ab 16 J. abgas- und steuerfrei gefahren werden darf und so leise läuft wie eine moderne Nähmaschine…
    • Dann kommen die öffentlichen Verkehrmittel Bus und Bahn.
    • Erst dann kommt bei uns das Auto, das vorzugsweise mit Pflanzenöl, Biodiesel, Diesel, Benzin und ggf. einmal mit Brennstoffzellen-Antrieb gefahren werden sollte. Man merke jedoch: Jeder Meter Autofahrt eines Mittelklassenwagens, der mit Benzin oder Normal-Diesel gefahren wird, verpestet rund vier Kubikmeter unersetzlicher Atemluft! 50% der Ozonschicht - dem Schutzschild um die Erde - ist bereits durch solches menschliche Fehlverhalten und generell mangelndes Verantwortungsbewusstsein unwiederbringlich zerstört! Wenn wir so weitermachen, können wir absehbar allenfalls noch mit UV-Schutzanzügen und Gasmasken auf der Erde leben - ein Horror-Szenarium!!!

  5. Lehmkunstwerke erhöhen den individuellen Wohnwert
    • Es gibt rund 4,5 Millionen sogenannter "Lehmhäuser" in Deutschland. Dabei wurden in der Regel ausschließlich die Wände in verschiedenen Lehmbautechniken ausgeführt, die inzwischen genormt und wieder anerkannt sind (vgl. die >Lehmbauregeln< des www.dachverband-lehm.de). Diese Lehmhäuser sind grundsätzlich außen wetterfest verputzt oder mit Holz verkleidet, so dass ihr "Innenleben" vom Laien nicht so leicht erkennbar ist.
    • kuecheLehm ist - als ältestes und modernstes Baumaterial der Menschheit - nach wie vor ein sehr preiswerter, von Jedermann/frau leicht verarbeitbarer, ja sogar ein sinnlicher Baustoff, der Qualitäten enthält - z. B. auch ab etwa 20 mm Stärke nach Prof. Dr. Minke weitgehende Abschirmung vor elektromagnetischen Belastungen - daher schlechter Handy-Empfang in diesen Häusern!), die gerade erst wiederentdeckt und wissenschaftlich belegt wurden. Außerdem ist luftgetrockneter Lehm CO2-neutral, während die künstlich hergestellten „modernen“ Baustoffe bis zu 50% CO2-belastend und obendrein i. d. R. nicht recyclingfähig sind!
    • Im >Öko-Modellhaus Achberg< - und dadurch unterscheidet es sich wesentlich von der Masse der früher aus der Not heraus oder später nur nach Preiswürdig- und Zweckmäßigkeit erstellten Lehmhäuser bundesweit - wurden über 30 Lehm-Kunstwerke, incl. Lehm-Relief-Malerei an den Wänden, von Laien und Lehmbaufachleuten gestaltet.


  6. Sonstige Besonderheiten
    • Ilsespiegel.jpg 200x150Naturvorratshaltung & Energetisierung: Der Natur-Erdkeller für die winterliche Grundvorratshaltung - solares Trocknen von Kräutern und Früchten - feinstoffliche Energetisierung durch Pyramiden- bzw. Orgon-Energie für Lebensmittel (in Selbstbauweise zu erstellen!).
      Statt einem elektrromagnetisch belastenden, mit Wechselstrom betriebenen, herkömmlichen Kompressor-Kühlschrank, erfüllt ein mit 12-Volt Gleichstrom bzw. mit Gas betriebener Absorber-Kühlschrank alle aktuellen Kühlungswünsche!)
      kueche.jpg 205x153Bei der Speisenzubereitung verwenden wir vorzugsweise Solarenergie oder die offene Flamme, d.h. ausschließlich Holz, notfalls Gas und vermeiden den wiederum elektromagnetisch sehr belastenden Wechselstrom (bei dem die alten Elektro-Kochplatten die Speisen bis zu 50 % feinstofflich negativ degenerieren - von Mikrowelle oder gar Induktionsstrom-Erhitzung gar nicht zu reden!). Wir bevorzugen als Kochgefäße die neutralen Materialien Glas, Porzellan oder Keramik (Aluminium-Geschirr beeinträchtigt das Kochgut zusätzlich feinstofflich um rund 50%, so dass

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      biologisch angebaute Früchte in ihrer Vorzugsqualität (lt. Dr. rer. Nat Rudolf Hauschka) nochmals massiv geschädigt werden…
    • pyramide.jpg 205x155Meditations-Pyramide nach dem klassischen altägyptischen >Cheops<-Original in Miniatur im Garten
    • Kräuter-Spirale die Erste von insges. 25 geplanten und zwischen Berlin und Feldkirch (A) - Wien und Andalusien gebauten.
    • Lehmofen-Backhaus für >Essener<-Brot, Vollkornbrötchen und Pizza`s (Bild unten links)
    • Waldpilzzucht mit sieben heimischen Arten auf Stroh bzw. Holz
    • Backhaus mit Ilse von rechts_ausschnitt_2.jpg 300x292Regenwasser-Kneipp-Anlage u.a.m.

      Bilderfolge von oben nach unten:
      Solar-Parabol-Spiegel
      Lehmherd in der Küche
      Meditationspyramide im Garten
      Backhaus im Sonnenhof








bild_oeko_haus.jpg 200x150Das >Öko-Modellhaus< in D-88147 Achberg-Liebenweiler (Nähe Lindau am Bodensee, Hohbuchweg 10, ist zwischen April und November durch offizielle Hausführungen zu bestimmten Terminen zu besichtigen; auch Sonderführungen für Gruppen und baubiologische Beratungen sind nach Vereinbarungen möglich. - Wir bitten von Überraschungsbesuchen abzusehen, da wir auch noch ein Privatleben führen möchten - verständlich?!
Einen bildlichen Eindruck von unserem >Öko-Modell-Projekt< vermittelt ausschnittweise die im Sommer 2006 fertig gestellte DVD. Eine vertiefende und ausführlichere Begründungen mit erklärenden Erläuterungen sind in dem dazu gehörenden inzwischen leider vergriffenen gleichnamigen Buch >Ein Haus, gewachsen wie ein Baum< - vom (mir als) Verfasser, handsigniert – (und) portofrei gegen Vorauskasse zu beziehen.  
Näheres & Buchbezug:
GWP-Verlag und Vertrieb,
Hohbuchweg 10,
D-88147 Achberg-Liebenweiler  
Anfahrtbeschreibung unter:
(0049 - (0) 8380) Tel. 677 + Fax 98 19 25,
E-Mail: >p.j.lehmann@gmx.de<